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Geburtsbericht - Rosalie Sieglinde geb. 21.11.2020

 

Am 21.11.2020 ist meine dritte Tochter Rosalie Sieglinde, wie geplant, zu Hause mit Annas Hilfe zur Welt gekommen.

 

Morgens gegen 8:00 Uhr spürte ich die ersten Wehen. Ca. Eine Woche vor Ihrer Geburt hatten wir schon einen kleinen Fehlalarm, also warteten wir ab, wie sich die Wehen entwickelten. Gegen 12 Uhr rief ich Anna an und bat sie zu kommen, Sie fragte nach ob Julia (Hebammenschülerin) dabei sein dürfte, für uns war es kein Problem. Zu dem Zeitpunkt waren die Wehen von der Intensität so das ich nicht mehr locker dabei reden konnte. Bis Anna kam bereiteten wir alles für Rosalies Geburt vor. Legten Ihre ersten Kleidungsstücke raus, bezogen das Bett neu und kochten Kaffee. Als Anna eintraf gingen wir ins Schlafzimmer. Dort stand ich bei den Wehen am Schreibtisch, sitzen war für mich nicht vorstellbar, um eine Wehe zur verarbeiten. Anna kontrollierte meinen Blutdruck, da ich den Tag vorher etwas schlechtere Werte hatte, es war aber alles in Ordnung. Julia traf ein und wir wechselten ins Wohnzimmer. Hier wurde unser Esstischstuhl zu meinem besten Freund, um wehen zu verarbeiten. Anna und Julia saßen am Tisch und beobachteten. Meine große Tochter saß ebenfalls dabei und malte, währenddessen meine kleinste (jetzt mittlere) ihren Mittagsschlaf hielt. Anna untersuchte mich das erste mal im Wohnzimmer zwischen einer Wehenpause, in dem Moment war mein Muttermund auf ca. 3cm geöffnet, ich hatte das Gefühl es würde noch ewig dauern bis Rosalie geboren wird - Anna strahlte Zuversicht aus und sagte es dauert nicht mehr lang. Kurz checkte Sie die Herztöne nach, die vollkommen in Ordnung waren. Mein Mann holte unsere Nachbarstochter zum Mädels bespaßen rüber, zeitgleich wachte auch unsere mittlere Tochter auf und sie spielten im Wohnzimmer, während Anna, Julia, mein Mann und ich ins Schlafzimmer zogen. Anna und Julia ließen sich in der Ecke auf dem Teppich nieder, währenddessen mein Mann mir meinen besten wehen-Freund, den Esszimmerstuhl, ins Schlafzimmer holte. Ich hatte mein Zeitgefühl etwas verloren und verarbeitete jede kommende Wehe an meinem Stuhl. Anna hörte während einer Wehe nochmal die Herztöne ab, aber auch jetzt waren sie in Ordnung. Auf meine bitte hin untersuchte mich Anna nochmal, in dem Augenblick waren wir auf ca. 7cm Muttermund. Ich fragte Sie ob ich denn schon jetzt pressen dürfte, was sie bejahte. Anna und Mein Mann versuchten mich dazu zu überreden mich in eine andere Position zu begeben, die am Stuhl mit dem Becken nach hinten gerichtet war nicht unbedingt optimal um die Geburt zu beschleunigen. Mein Mann nahm sich ein Tragetuch um die Schultern und ich hängte mich im Tuch ein. Mehr als eins-zwei Wehen hielt ich in dieser Position nicht aus. Danach bat ich meinen Mann sich auf den Bettrand zu setzen und ich begab mich in die Hocke zwischen seine Beine und hängte mich an die Oberschenkel. Zu dem Moment flößten mir die kommenden Presswehen etwas Angst ein und ich nahm meine Füße nicht weit genug ran. Anna und mein Mann bestärkten mich und ich kam aus meinem angst-moment heraus. Zog meine Beine in die richtige Position, sodass ich in der tiefen Hocke saß. Eine Wehe kam, ich presste mit und spürte wie Rosalie den Geburtskanal runterrutschte, ich presste weiter, obwohl die Wehe abebbte und sie wurde komplett um 14.58 Uhr in Annas Hände geboren. Ich Hyperventilierte etwas und rief nach meinem Baby. Anna sagte nur zwei Worte: Laura, atme! …und ich holte Luft und kam etwas herunter. Sie reichte mir Rosalie, sie war so winzig und perfekt! Ganz so schnell hatte ich sie dann doch nicht in meinen Armen erwartet.  Unsere beiden Töchter waren sofort bei uns und begutachteten ihre kleine Schwester. Anna bugsierte mich ins Bett und Rosalie lag auf meiner Brust. Ich zitterte noch ziemlich lange nach.

 

Anna hat zu jedem Augenblick eine wunderbare Ruhe ausgestrahlt, wir fühlten uns, egal ob Vorsorge, Geburt oder Nachsorge immer gut begleitet & aufgehoben. Sie hat unter der Geburt genau die Anreize gegeben die ich Brauchte. Wir sind Ihr unglaublich Dankbar mit ihr unsere Hausgeburt so erleben zu dürfen, wie sie geplant war. Ich würde mich immer wieder für eine Hausgeburt mit ihr entscheiden!

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Rosalie Sieglinde

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